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Verrechnungsstelle für Steuerberater – wo ist der Nutzen?

04. September 2017 · Beitrag von Torsten Paßmann in den Kategorien: Tagesgeschäft

Bislang führen wir keine Statistik, wie häufig wir eingehende Fragen per E-Mail oder per Telefon beantworten. Aber diese Anfrage war definitiv ein Kandidat für das direkte Gespräch. Schließlich verstecken sich in den zwei Sätzen ein paar Annahmen, die sich besser im persönlichen Dialog klären lassen.

Gern würde ich mir einen Eindruck von den Kosten verschaffen.

Zum ersten Teil, den Kosten der StBVS Steuerberater Verrechnungsstelle: Mit einem geringen Anteil am Bruttobetrag einer eingereichten Rechnung (dem sogenannten Einreichungspreis) decken wir alle üblichen anfallenden Kosten ab. Zusätzliche Kosten fallen nur für Maßnahmen außerhalb der Reihe an. Dazu gehören z.B. die Bonitätsabfragen ausländischer Mandanten. Ist ein Mandant von uns akzeptiert, tragen wir die Kosten der Rechtsverfolgung, sollte er ausfallen.

Ansonsten zahlen wir eingereichte Rechnungen zu 100% aus und ziehen erst am Monatsende die Gebühren kumuliert ein. Über unser Kundenportal lässt sich jederzeit der aktuelle Stand nachvollziehen. Diese Kombination aus „All-in-Gebühren“ und Sammelabrechnung sichert hohe Transparenz bei den Kosten. Ergänzend sei dieser Blog-Artikel aus dem Vorjahr empfohlen.

Wenn die Rechnungsschreibung als aufwendigster Prozess im Haus bleibt, wo ist dann der Nutzen?

Das ist eine Frage, die jeder Steuerberater individuell beantwortet. Der erste sucht (und findet) die Entlastung im Honorarmanagement, der zweite die Sicherheit in der Liquiditätsplanung, der dritte den Ausfallschutz für Honorare und ein vierter eine Kombination der vorgenannten Punkte.

Quer über alle Kanzleigrößen und Regionen schätzen unsere Kunden aber einen Aspekt, den eine altbekannte Redewendung treffend zusammenfasst: „aus den Augen, aus dem Sinn“. Sie schreiben einmal die Rechnung und müssen sich dann um nichts mehr kümmern.

Wir verschicken die Rechnungen, ordnen eingehende Zahlungen den offenen Posten zu, verschicken rechtzeitig Erinnerungen und notfalls auch Mahnungen, stimmen bei Bedarf Ratenzahlungen ab, … Weil wir die nachgelagerten Verwaltungsaufgaben übernehmen, kann sich eine Kanzlei auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.

Im offenen Verfahren kommt etwas hinzu, was die beste eigene Organisation nicht leisten kann: Eine von uns versandte Mahnung wird vom Mandanten deutlich ernster genommen als die Mahnung des Beraters. Kurz: Sie beraten, wir mahnen.

Um das Bild über dem Artikel aufzugreifen: Wir stellen den kontinuierlichen Zufluss an Nährstoffen (Honoraren) sicher, damit eine Kanzlei unbeschwert blühen, wachsen und gedeihen kann.

Positiver Nebeneffekt:

Hin und wieder werden wir in dem Kontext auch gefragt, ob die Mandanten denn nicht abspringen, wenn die ausstehenden Honorare konsequent eingefordert werden. Tatsächlich beobachten wir das Gegenteil: Viele Mandanten kennen Verrechnungsstellen schon von ihren Ärzten und werden disziplinierter. Weil wir in den Augen der Mandanten anders – und zwar als neutrale Dienstleister – wahrgenommen werden, reduziert sich die durchschnittliche Dauer bis zum Zahlungseingang um 30-50%.


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Über den Autor

Torsten Paßmann

Chefredakteur des Blogs. Verfügt über journalistische Erfahrung bei der Rheinischen Post und dem VentureCapital Magazin. War anschließend der Pressesprecher der Berentzen-Gruppe und steuerte dort auch die Investor Relations.


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