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„Die Straße zum Erfolg ist eine ständige Baustelle“

15. April 2016 · Beitrag von Jan Pieper in den Kategorien: Vermischtes

Die Leser dieses Blogs haben einen Vorteil gegenüber unseren @StBVS-Followern auf Twitter: Wir verraten an dieser Stelle schon einmal unser Zitat für den Hashtag #MondayMotivation und reichern es mit ein paar ergänzenden Gedanken an. Schließlich plaudern wir speziell bei dieser Aussage gleich in doppelter Hinsicht aus dem Nähkästchen.

Allseits bekannte Baustellen

Zu den größten Baustellen der Menschheitsgeschichte gehörten sicherlich der Turmbau zu Babel (gescheitert), die Pyramiden (solide Bauweise bis heute) und der Burj Khalifa in Dubai (aktuell das höchste Bauwerk der Welt). In Deutschland gehen die Nummern zwar etwas kleiner, aber der Flughafen Berlin-Tempelhof war für zwei Jahre das flächengrößte Gebäude der Welt. Andere, aktuelle Beispiele für Großprojekte sind die Elbphilharmonie in Hamburg, der unterirdische Bahnhof Stuttgart 21 oder der neue Berliner Flughafen BER.

Was speziell die drei letzten Beispiele betrifft: Die Kosten laufen aus dem Ruder, die Zeiten werden nicht eingehalten – bei BER ist der avisierte Termin aktuell zehn Jahre hinter dem ursprünglich geplanten… – und die Verantwortlichkeiten für derartige Schlampereien lassen sich nicht zuordnen. Erfolg sieht anders aus, das hier sind nur Baustellen.

Ein Gegenbeispiel findet sich in der alten Kaiserstadt Aachen, genauer: das SuperC der RWTH Aachen. Für das prominent mitten im Campusviertel platzierte Service-Center gab es von verschiedenen Seiten den sprichwörtlichen Gegenwind, aber der damalige Rektor Burkard Rauhut boxte das Projekt konsequent durch. Etwas mehr als zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich, zwei Monate vor der tatsächlichen Inbetriebnahme und einen Monat vor seiner Emeritierung, nahm Rauhut die offizielle Eröffnung vor. Bei einer solchen Konstellation liegt der Gedanke nicht fern, dass hier möglicherweise ein persönliches Denkmal gesetzt wurde.

Unsere eigene Erfahrung

Wir im Vorspann angekündigt: Wir können in doppelter Hinsicht aus dem Nähkästchen plaudern. Als Dienstleister mussten wir auch erst einmal bei Null starten. Dieses Problem kennt jeder, der sich selbstständig macht. Die Geschäftsidee ist nur die eine Seite, es braucht auch die Infrastruktur – von der Büroausstattung über die richtigen Mitarbeiter und die passenden Marketingmaßnahmen bis hin zum Aufbau des Kundenstamms.

Aber selbst wenn diese Infrastruktur einmal steht, bleibt sie doch irgendwie eine Baustelle: die Zahl der Kunden steigt und mit ihnen die (eigenen) Ansprüche an die Verfahrensabläufe, ebenso steigt mit der Zeit die Zahl der Mitarbeiter. Was anfangs noch hemdsärmelig gelöst werden kann, braucht auf einmal feste Strukturen. Ähnlich sieht es bei der IT aus, vom internen Netzwerk über die Software-Lösungen bis zur Website. Was zu einem Zeitpunkt state of the art ist, muss regelmäßig aktualisiert werden, damit es state of the art bleibt.

Wer in einer zukunftsfähigen Gesellschaft arbeitet oder sie leitet, kennt diese Herangehensweise. Sie lässt sich auch mit einem anderen Zitat paraphrasieren, das ich hier frei wiedergebe: „Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.“ In diesem Sinne gibt es bei uns einen wöchentlichen Jour Fix, bei dem wir auch über mögliche Optimierungen der Prozesse sprechen. Wir haben vorausschauend im Blick, wie sich unser Personalbedarf entwickelt. Und wir haben die räumliche Situation im Blick.

Und da sind wir auch schon bei der zweiten Perspektive: Unsere Straße zum Erfolg hat uns gerade eine echte Baustelle beschert. In unserem Stockwerk wurde die Decke durchbrochen, damit wir uns auch auf das darüberliegende Stockwerk ausbreiten können. Die Entwicklung der letzten zwei Jahre hat das absehbar gemacht und mit der neuen Bürofläche sind wir mittelfristig auch gut aufgestellt. Unser Umzug innerhalb Kölns war ein vergleichbarer Schritt und wie Situation in drei oder vier Jahren aussieht, wird sich zeigen.

Herkunft des Zitats

Sicherlich ist Ihnen Abraham Lincoln bekannt: 16. Präsident der USA, Sieger des Bürgerkriegs von 1861–1865, erstes Todesopfer eines Attentats auf einen US-Präsidenten – und mutmaßlicher Schöpfer eines wunderbaren Zitats über Zitate. Es lautet: „The problem with quotes on the Internet is that it is hard to verify their authenticity.“

Damit beschreibt Lincoln ziemlich genau die Herausforderung, den Ursprung für das in der Überschrift genannte Zitat von Lily Tomlin zu finden. Unsere Quelle war der Leitspruch-Kalender von Bellaprint, aber hier fehlt ebenso eine belastbare Angabe wie allen Fundstellen, die wir in der Suchmaschine unseres Vertrauens angeklickt haben. Das einzige, was wir Ihnen mit Sicherheit sagen können: Lily Tomlin wurde 1939 in Detroit geboren, ist eine amerikanische Schauspielerin, Komikerin, Autorin und Produzentin. Aktuell spielt sie gemeinsam mit Jane Fonda in der Serie „Grace und Frankie“, die bei dem Video-Portal Netflix läuft.

Aber auch wenn wir die erste Veröffentlichung dieses Zitats nicht finden konnten, ändert das nichts an der Aussage: Die Straße zum Erfolg ist eine ständige Baustelle.


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Über den Autor

Jan Pieper

Er gehört zu den zentralen Köpfen hier in der Verrechnungsstelle: als einer der ursprünglichen Ideengeber, Vertriebsprofi und Verantwortlicher für kaufmännischen Aspekte. Kennt alle Stellräder und weiß jeden Fachbegriff zu erläutern.


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