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Efcom: Interview mit Bodo F. Reinecke, Gründer und Geschäftsführer

21. März 2016 · Beitrag von Torsten Paßmann in den Kategorien: Köpfe, Tagesgeschäft

So wie sich Microsoft Windows in Unternehmen und bei Privatanwendern als die Standardsoftware für PCs und Laptops etabliert hat, ist ef3 mit den Varianten Basic und Premium die Standardlösung für Factoring. Wie vielseitig die Software ist, zeigt sich an den Referenzen des hessischen Herstellers efcom: Die Spanne reicht von Branchenschwergewichten wie BNP Paribas Factor und Postbank Factoring mit angekauften Forderungen in Milliardenhöhe bis hin zu Spezialisten wie der StBVS Steuerberater Verrechnungsstelle.

Im Interview im StBVS-Blog spricht Bodo F. Reinecke, Gründer und Geschäftsführer der Gesellschaft, über die Anfangszeit und Details zur Software.

Als ehemaliger Start-up-Journalist muss ich mit der Frage einsteigen: Was hat Sie zur Gründung des Unternehmens inspiriert?

Bodo F. Reinecke: Im Jahr 1992 entstand meine Geschäftsidee: die Entwicklung einer Software für den Finanzdienstleistungssektor auf DOS-Basis. Diese Idee setzte ich schnell um und baute mir in kurzer Zeit einen festen Kundenstamm auf.

Im Laufe der Jahre lernte ich meine Mitgründer kennen. Hier ergaben sich plötzlich zwei Perspektiven für uns:
1. Wir waren Know-how-Träger in Deutschland für eine amerikanische ERP-Softwarelösung. Daraus ergab sich ein kleiner Kundenstamm.
2. Wir betrieben intensive Marktforschung im Bereich einer softwarebasierenden Factoringlösung, die zum Ziel hatte, mehr als nur einen Kunden zufriedenzustellen. Sie sollte eine Standardlösung im Factoringmarkt darstellen, mit individuellen Zuschnitten je Kunde, wenn gewünscht.

Deshalb ist unsere Software ein flexibles Instrument, leicht zu bedienen und wird unter modernen IT-Gesichtspunkten programmiert. Die Gründung der efcom gmbh im Jahr 2000 gab der praxisgerechten Applikation schließlich auch einen gesellschaftsrechtlichen Rahmen.

Wenn Sie zurückschauen: Wann hatten Sie als Gründer das erste Mal das Gefühl, dass Sie Ihr Unternehmen Erfolg haben kann?

Reinecke: Wir waren von Anfang überzeugt, erfolgreich zu sein. Wir haben daran geglaubt und diesen Vorsatz ab dem ersten Tag unserer gemeinsamen Unternehmensgründung verinnerlicht. Bereits 2001 wurde unser Vorsatz bestätigt, unser Erfolg bei der efcom schlug seine ersten Wurzeln: Wir haben innerhalb eines Jahres fünf Neukunden gewonnen – vom Klein- über den Mittelstands- bis zum Großkunden.

Die Software wird in elf Ländern eingesetzt. Wie viele Sprachversionen gibt es und wie aufwändig ist der Übersetzungsprozess?

Reinecke: Aktuell sind zwei Sprachversionen unserer Factoringsoftware ef3basic und ef3premium auf dem Markt verfügbar:  Deutsch und Englisch. Diese sind von der efcom bereitgestellt. Durch eine einfache Tabellenübersetzung kann aber jeder Kunde seine Sprache installieren.

Zu Ihren Kunden gehören banknahe Factoring-Häuser mit angekauften Rechnungen in Milliardenhöhe und Nischenanbieter, deren Factoringsummen sich teilweise im zweistelligen Millionenbereich bewegen. Wie unterscheiden sich die Bedürfnisse dieser beider Gruppen?

Reinecke: Bedingt durch die Regulierungen der Bafin sind die Grundbedürfnisse unserer Klein-und Großkunden nicht sehr unterschiedlich. Der wesentliche Unterschied liegt hier eher im Reporting. Unsere Software wächst mit den Anforderungen unserer Kunden sowie den Marktbedürfnissen.

Insbesondere aus dem Games-Sektor wird oft beklagt, dass die Hersteller halbfertige Versionen veröffentlichen und diese erst mit Updates voll funktionsfähig machen. Wie stellen Sie bei Updates die Qualität sicher, bevor die Software produktiv eingesetzt wird?

Reinecke: Halbfertige Versionen unserer Software sind ein Tabu. Wir haben ein eigenes Qualitätsmanagement, das sich ausschließlich mit der  Qualität unserer Produkte beschäftigt.

Factoringlösungen werden durch verschiedene Softwareproduzenten angeboten. Was zeichnet ef3 gegenüber dem Wettbewerb aus?

Reinecke: Der Hauptvorteil von ef3basic und ef3premium liegt in der Neutralität gegenüber anderen Softwareprogrammen. Beide Varianten können sich an jede bestehende Software- sowie an jede Finanzbuchhaltung andocken.

Darüber hinaus  bieten wir unseren Kunden individuell angepasste Lösungen an, die wir stetig im Sinne von Effizienz und Flexibilität weiterentwickeln. Qualität, Sicherheit und perfekter Service sind hierbei unser oberstes Gebot.  Entscheidend ist, dass der Factor einen zeitgenauen Einblick in sein aktuelles Tagesgeschäft erhält. Realisiert ist diese Idee in einer offenen Betrachtungsweise bis auf Einzelbelegebene in allen Factoringarten.

Vor welchen Herausforderungen steht die Factoring-Branche mittelfristig? Präziser: Mit welchen Änderungen und neuen Funktionen in ef3 ist aufgrund dieser Herausforderungen zu rechnen?

Reinecke: Es finden regelmäßig Arbeitsgruppen mit unseren Kunden und Spezialisten statt, die Produktentwicklungen und Marktentwicklungen mit sich bringen. Wichtige Punkte sind beispielsweise die Weiterentwicklung unserer Webservices und Apps.

Wie ist hausintern das Verhältnis von Informatikern bzw. Programmierern zu „sonstigen“ Mitarbeitern?

Reinecke: Das Unternehmen ist produktgetrieben, da ist es nur logisch, dass Mitarbeiter mit IT-Hintergrund über die Hälfte der Belegschaft stellen. Sollte die Frage auf das Binnenklima bezogen sein: Unabhängig von der Größe der einzelnen Abteilungen haben wir bei der efcom ein sehr gutes Verhältnis unter allen Mitarbeitern. Dazu tragen auch regelmäßige Mitarbeiterveranstaltungen bei.

Vielen Dank für das Interview!

 

. Über den Gesprächspartner
. Bodo F. Reinecke ist Gründer und Geschäftsführer der efcom GmbH. Mit über 15 Jahren Erfahrung und einem internationalen Kundenstamm gehört das Unternehmen aus dem hessischen Neu-Isenburg zu den erfolgreichsten Anbietern von Factoringsoftware. Kernprodukt ist die flexible Software ef3.

mehr Informationen: www.efcom.de


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Über den Autor

Torsten Paßmann

Chefredakteur des Blogs. Verfügt über journalistische Erfahrung bei der Rheinischen Post und dem VentureCapital Magazin. War anschließend der Pressesprecher der Berentzen-Gruppe und steuerte dort auch die Investor Relations.


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