Start>Blog>5 Sätze & fünf Fragen… mit Thomas Kühn, Kühn-Steuerberatung

5 Sätze & fünf Fragen… mit Thomas Kühn, Kühn-Steuerberatung

13. Juni 2016 · Beitrag von Torsten Paßmann in den Kategorien: Köpfe

Hierzulande gibt es über 83.000 Steuerberater, wir stellen hier einen von ihnen vor: Thomas Kühn, Mitinhaber der Steuerberaterkanzlei Kühn aus Hemer. Im Format 5 Sätze & fünf Fragen… gibt er interessante Einblicke in sein Selbstverständnis als Steuerberater und die kommunikativen Maßnahmen, um potenzielle Mandanten auf sich aufmerksam zu machen.

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

  • Selbstbeschreibung: Thomas Kühn, 32 Jahre alt, Steuerberater im schönen Städtchen Hemer bei Iserlohn im Sauerland, Leitung einer kleinen Kanzlei mit 5 Mitarbeitern zusammen mit dem Vater.
    #engagiert #kreativ #proaktiv
  • im Web: kuehn-steuerberatung.com, Google+, twitter.com/steuerheld

 

Ergänzen Sie bitte die folgenden 5 Sätze…

  • Ein guter Tag im Büro beginnt…
    …am besten mit einem Kaffee und einem angenehmen Gespräch mit einem Mitarbeiter oder Mandanten.
  • Der wichtigsten Gegenstände auf meinen Schreibtisch sind…
    …Computer, Telefon, Kaffeetasse – viel mehr braucht man als Steuerberater nicht.
  • Zu den interessantesten Seiten meiner Tätigkeit als Steuerberater gehört…
    …der Einblick in viele verschiedene Branchen und der enge Kontakt mit interessanten Menschen.
  • Wenn ich privat nach dem besten Steuertipp gefragt werde, …
    …weise ich darauf hin, dass unsere Steuerberater-Rechnungen (zum Teil) steuerlich absetzbar sind.
  • Jeder Steuerberater sollte sich mindestens einmal die Frage gestellt haben,…
    …ob er seinen Beruf wörtlich nimmt: Ist er Steuerberater oder nur Steuererklärungsersteller?

 

Wir haben noch fünf Fragen zur Kommunikation bzw. Außendarstellung…

„Wer nicht wirbt, der stirbt“, heißt es. Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht die Pflicht und wo fängt die Kür an, um Mandanten aufmerksam zu machen?

Die Wahl eines Steuerberaters ist eine echte Vertrauensentscheidung. Hier verlässt man sich lieber auf die Empfehlung eines Freundes oder auf sein Bauchgefühl als auf Werbebotschaften, die von außen an einen herangetragen werden. Klassische Werbung wie Print-Anzeigen bringt daher aus meiner Sicht kaum erkennbare Resonanz.

Steuerberater Kühn aus Hemer
Die „Steuererklärung auf dem Bierdeckel“ – eine Idee von Friedrich Merz, umgesetzt von Kühn-Steuerberatung.

Ich sehe da eine echte Parallele zur Wahl eines Arztes: In beiden Fällen geht es um Vertrauen in die Kompetenz und das Engagement des Beauftragten in einem sehr persönlichen Bereich. Echte Werbung (die Ärzte ja nun auch gar nicht machen dürfen) würde da meines Erachtens wenig bewirken, vielleicht sogar das Bild eines seriösen und allein auf das Wohl des Patienten/Mandanten bedachten Arztes bzw. Steuerberaters beschädigen.

Sicherlich muss der Mandant erst einmal wissen, dass es den jeweiligen Steuerberater gibt. Dies lässt sich aus meiner Sicht jedoch bereits gut durch eine moderne Homepage und einem Eintrag im Branchenbuch erreichen. Beides sehe ich nicht als Werbemaßnahmen im engeren Sinne an.

Alles an Maßnahmen über den klassischen Bereich hinaus gehört meines Erachtens schon zur Kür. Letzteres vor allem auch deshalb, weil sich ein Steuerberater dadurch vom ganz überwiegenden Teil seiner Berufskollegen absetzt. Genau das definiert für mich die „Kür“.

 

Steuerberater haben mehr werbliche Freiheiten als ihre Rechtsanwaltskollegen. Welche innovativen Werbeformen würden Sie gerne einmal ausprobieren?

Ich liebe innovative Werbeformen! Ich habe den Eindruck, dass sich durch den Einsatz von innovativer und kreativer Werbung potenziellen Mandanten gut vermitteln lässt, dass man auch in anderen Bereichen (also natürlich vor allem in der Steuerberatung) über innovative und kreative Ansätze verfügt, die zu tollen Ergebnissen führen. Zudem finde ich es schön, das etwas angestaubte und trocken-langweilige Image der Steuerberater etwas aufzupolieren. Hier lässt es sich schön mit Klischees spielen und ein Abheben von der Masse wird so leicht möglich.

"Kann ich das absetzen?" – Kreative Werbung für Steuerberater.
„Kann ich das absetzen?“ – Kreative Werbung für Steuerberatung.

Als Beispiele für innovativen Werbeformen, welche wir in der letzten Zeit umgesetzt haben, möchte ich unsere Mützenaktion und die „Steuererklärung auf dem Bierdeckel“ á la Friedrich Merz anführen. Beides rief eine sehr positive Resonanz hervor und hat auch zu dem ein oder anderen neuen Mandat geführt.

Was zukünftig in diesem Bereich ansteht, kann bzw. möchte ich noch nicht sagen. Es wird aber sicherlich weiter in diese Richtung gehen.

 

Klassische Werbung ist der eine Fall, die Erstellung von „Content“ ein anderer Fall. Auf welche Themen setzen Sie, um Ihre Zielgruppe zu erreichen?

Wir stellen auf unserer Homepage in gewisser Regelmäßigkeit kurze Beiträge online, in denen sich die Besucher über steuerliche Themen informieren können. Wir setzen hier auf eine Mischung aus aktuellen Veränderungen und „Steuer-Basics“, welche immer wieder gefragt sind. Denn über die Erstellung von Content lässt sich aus meiner Sicht deutlich mehr erreichen, als über Werbung.

Dieser Weg ist aufwändiger und lässt sich in einer kleinen Kanzlei eigentlich nur durch den Steuerberater selbst umsetzen. Jedoch kann ich durch nutzenorientierte und vor allem verständliche Beiträge (potenzielle) Mandanten von meiner Kompetenz und meinem Problemlösungsbewusstsein überzeugen. Zugleich zeige ich, dass ich steuerliche Zusammenhänge in einer Sprache transportieren kann, die auch ohne steuerliche Ausbildung leicht zu verstehen sind.

 

Speziell mit Blick auf Online: Welche Kanäle funktionieren aus Ihrer Erfahrung besser und wie bespielen Sie diese Kanäle, um sich als Marke bzw. als Experten zu positionieren?

Der erste und wichtigste Kanal ist hier die eigene, ansprechend aufgesetzte Website. Aber lediglich fachliche News – womöglich noch unkommentiert und in „Fach-Chinesich“ – online stellen? Das ist zu wenig, auch wenn sich mancher Kollege davon einen aktuell wirkenden Online-Auftritt verspricht. Ich halte ich es für deutlich mandanten- und serviceorientierter, Content in Form von kurzen Artikeln, Checklisten und ähnlichem online zu stellen – also etwas, was die Besucher sofort weiterbringt und nach dem eventuell auch direkt gesucht wird.

Im Bereich Social Media setze ich vor allem auf Twitter. Hier lässt sich auf lohnenswerten Content der eigenen Homepage oder von Dritten verweisen. Durch die Begrenzung auf 140 Zeichen ist man gezwungen, das ganze kurz und prägnant zu halten. Die Tweets können in Sekundenschnelle gelesen werden, bei Interesse klickt man sich weiter durch. Von Facebook dagegen bin ich kein großer Freund – weder privat noch in Bezug auf unsere Kanzlei. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Facebook-Seite eines Steuerberaters – zusätzlich zur Homepage – so interessant gestaltet werden kann, dass diese regelmäßig von neuen oder bereits bestehenden Mandanten aufgerufen wird.

Schön ist es natürlich, wenn die eigene Expertise über Mandanten online widergespiegelt wird. Geeignet sind hier Bewertungsportale; wir nutzen z.B. bewertet.de.

 

Welche Schlagzeile würden Sie gern über Ihre Steuerberaterkanzlei lesen?

„Auffallend niedrige Steuereinnahmen im Bezirk des Finanzamts Iserlohn. Experten vermuten als Ursache die erfolgreiche Arbeit der Steuerberaterkanzlei Kühn aus Hemer“ 😉

 


Schlagworte: , , , , , ,


Über den Autor

Torsten Paßmann

Chefredakteur des Blogs. Verfügt über journalistische Erfahrung bei der Rheinischen Post und dem VentureCapital Magazin. War anschließend der Pressesprecher der Berentzen-Gruppe und steuerte dort auch die Investor Relations.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.